Edward Gordon Craig

 
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"Werke. Vollständige Ausgabe letzter Hand. 1827."
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"Don Quichotte. Den Haag 1746"
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"Chiron Achillis, 1661"
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"Viribus Unitis Das Buch vom Kaiser 1898"
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"Sämtliche Werke, 8 Tle. in 2 Bdn, 1812."
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Edward Gordon Craig

London 1872
- Vence 1966


Edward Gordon Craig wird im Jahr 1872 in Stevenage/Hertford geboren. Er ist der Sohn der Schauspielerin Ellen Terry und des Architekten, Bühnenbildners und Theaterdirektors Edward William Godwin. In den Jahren 1889 bis 1897 arbeitet er vorerst als Schauspieler an Henry Irvings "Lyceum Theatre" in London und beginnt, eigene Figurinen und Bühnenbilder zu entwerfen. Sein Interesse wendet sich zunehmend der Grafik zu, darüber hinaus lässt sich der junge Craig ab 1893 von James Pryde, William Nicholson und William Rothenstein in der Technik des Holzschnitts unterrichten. So entstehen in der folgenden Zeit unglaublich viele Exlibris, Schauspielerporträts, Theaterprospekte und Buch-Illustrationen. Er veröffentlicht in seiner Zeitschrift "The Page" unter verschiedenen Pseudonymen eigene Grafiken. Im Jahr 1899 widmet sich Edward Gordon Craig erneut dem Theater und gründet zusammen mit dem Komponisten Martin Fallas Shaw die "Purcell Operatic Society". Dort entstehen in den nächsten Jahren seine bedeutendsten Theaterarbeiten. Über die Bekanntschaft mit Harry Graf Kessler in Weimar verschafft er sich Zugang zu bedeutenden Künstlern seiner Zeit und erzielt mit seiner programmatischen Schrift "The Art of the Theatre" internationale Anerkennung. Craig wird zum Reformator des von Abbildästhetik und Illusionismus beherrschten Bühnenbildes. Seine radikal moderne Theaterkonzeption und seine abstrakte, auf Licht und Schatten basierende Bühnenästhetik konnte der Künstler zu Lebzeiten kaum umsetzen, wirkte aber mit seinem großen publizistischen Werk weit in das 20. Jahrhundert hinein. In unzähligen Skizzen kann er seine gestalterische Kraft voll entfalten, unabhängig von der praktischen Realisierbarkeit. Seine Zeichnungen und Holzschnitte sind vom Stil der Jahrhundertwende geprägt und stehen mit ihrer dekorativen Linienführung, der Aufteilung der Fläche in klaren Formen, der kontrastreichen Setzung von Licht und Schatten dem Jugendstil nahe. Im Jahr 1926 wird der Künstler Craig für die Aufführung von Ibsens "Kronprätendenten" mit dem "Order of Knigths of Danneborg" geehrt. 1937 wird ihm der Titel "Royal Designer for Industry" zugesprochen. Craig lebt ab 1948 in Vence/Alpes Maritimes, dort befasst er sich mit wissenschaftlichen Studien, Zeichnen, Schreiben, Sammeln und Entwerfen von Buchumschlägen.